Varroabehandlung im Sommer

Nach Abschluß der Tracht,  bzw. nach der letzten Honigernte, müssen wir Imker gerade bei den Wirtschaftsvölkern eine Sommerbehandlung gegen die Varroamilbe durchführen. Das dafür wirksamste Mittel ist die Behandlung mit Ameisensäure, da diese auch in die verdeckelte Brut wirkt.

Damit die Behandlung optimal verläuft und die Möglichkeit einer Reinvasion so gering wie möglich ausfällt, rufen wir zu einer zeitgleichen, gemeinschaftlichen Varroabehandlung auf.

Der Behandlungsbeginn der Bienenvölker sollte so früh als möglich beginnen. Nach Prüfung des Varroabefalls kann eine gezielte Behandlung erfolgen.  Je nachdem wieviel Honig dem Volk belassen wurde, oder nicht, muß dringend vor der Varroabehandlung eine Futtergabe von ca. 5 kg gegeben werden.

Eine zu späte Behandlung erhöht das Risiko von Völkerverlusten. Ab August brütet das Volk die wichtigen Winterbienen, sie sind Grundlage für ein starkes Volk im kommenden Jahr. Kommen diese Bienen durch die Varroamilbe geschädigt zur Welt, wird sich das Volk nicht optimal entwickeln.

Ideale Wetterbedingungen sind für alle Sommerbehandlungsmethoden von großer Wichtigkeit. Die Außentemperaturen sollten nicht unter 15 Grad und nicht über 25 Grad liegen. Die genauen Wetterdaten Eurer Region findet Ihr auch unter: www.bienenkunde.rlp.de und dem Klick auf „Varroawetter“.

Nach der Sommerbehandlung muß das Volk zügig für den Winter aufgefüttert werden. Die Auffütterung sollte Mitte September abgeschlossen sein. Im Anschluß kann, falls notwendig, an warmen Spätsommertagen eine Herbstbehandlung mit Ameisensäure durchgeführt werden.

Anstatt oder als Ergänzung einer Herbstbehandlung erfolgt die Winterbehandlung mit Milchsäure oder Oxalsäure im brutfreien Volk.

 

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