Der Kreisimkerverband informiert

Amerikanische Faulbrut bei Bienen im Landkreis Cochem-Zell festgestellt

Amerikanische Faulbrut bei Bienen im Landkreis Cochem-Zell festgestellt

Im Landkreis Cochem-Zell wurde in dieser Woche der Ausbruch von Amerikanischer Faulbrut in mehreren Bienenständen in der Gemeinde Ellenz-Poltersdorf amtlich festgestellt. Daher hat die Kreisverwaltung nun einen Sperrbezirk mit einem Radius von rund einem Kilometer um die betroffenen Bienenstände eingerichtet.

Bei der Faulbrut handelt es sich um eine bakterielle Brutkrankheit der Honigbienen. Sie ist eine anzeigepflichtige Krankheit, die nur die Bienenbrut erfasst und weder für andere Tiere noch Menschen ansteckend ist. Auch der Honig kann bedenkenlos verzehrt werden.

Da die amerikanische Faulbrut eine schnell fortschreitende und leicht übertragbare Bienenkrankheit ist und eine erhebliche Gesundheitsgefahr für empfängliche Völker im Umfeld eines Ausbruchsherdes darstellt, sind gemäß Bienenseuchenverordnung Schutzmaßnahmen anzuordnen.

Neben der Sanierung der betroffenen Bienenvölker ist bei einem amtlich festgestellten Ausbruch der Amerikanischen Faulbrut die Anordnung eines Sperrbezirkes zwingend zu veranlassen. Die Einrichtung einer Sperrzone ist ein geeignetes Mittel um das weitere Ausbreiten der Seuche zu verhindern und damit Völker, in der Nähe eines infizierten Bestandes zu schützen.


Welche Schutzmaßnahmen gelten innerhalb des Sperrbezirkes?

  • Besitzer von Bienenvölkern innerhalb des Sperrbezirks müssen, soweit noch nicht erfolgt, dem Veterinäramt der Kreisverwaltung Cochem-Zell ihre Bienenstände unverzüglich melden.
  • Alle Bienenvölker im Sperrbezirk müssen amtsärztlich untersucht werden.
  • Bewegliche Bienenstände dürfen von ihrem Standort nicht entfernt werden.
  • Bienenvölker, lebende oder tote Bienen, Waben, Wabenteile, Wabenabfälle, Wachs, Honig, Futtervorräte, Bienenwohnungen und benutzte Gerätschaften dürfen grundsätzlich nicht aus den Bienenständen entfernt werden
  • Bienenvölker und Bienen dürfen nicht in den Sperrbezirk verbracht werden.

Die angeordneten Maßnahmen können erst aufgehoben werden, wenn das Erlöschen der Amerikanischen Faulbrut amtlich festgestellt wurde.


Der Sperrbezirk umfasst (zum Teil) folgende Gebiete:

  • Bruttig-Fankel
  • Ellenz-Poltersdorf
  • Beilstein
  • Ediger-Eller
  • Cochem
  • Ernst

Die vollständige Verfügung können Sie hier einsehen.

Sollten Sie weitere Fragen haben, steht Ihnen das Veterinäramt der Kreisverwaltung Cochem-Zell unter der Tel. 02671/61-170 oder per E-Mail an veterinaeramt@cochem-zell.de gerne zur Verfügung.

Faulbrut-Sperrbezirk Ellenz-Poltersdorf

Es herrscht Schwarmstimmung!

In der Zeit von Anfang Mai bis Mitte Juli setzt bei den Bienen der Schwarmtrieb ein. Dieses Verhalten ist die natürliche Art der Völkervermehrung! Hierbei zieht die alte Königin mit einem Großteil des Volkes aus ihrer Beute aus, um sich an anderer Stelle eine neue Behausung zu suchen. Die neu geschlüpfte (oder noch schlüpfende) Königin verbleibt im Restvolk und baut dieses dann wieder zu einem vollwertigen Bienenvolk auf.

Oftmals werden solche Bienenschwärme beobachtet, wie sie sich an Bäumen oder Sträuchern, teilweise auch an hervorstehenden Objekten sammeln. Zugegebenermaßen ist der Anblick eines anhaftenden Bienenschwarms ziemlich beeindruckend, sitzen da nicht selten ca. 20.000 Tiere auf einer Stelle! Der unkundige Betrachter verspürt schnell ein verständliches Unbehagen bei dieser geballten Anzahl von Tieren. Aber die Sorge ist in den meisten Fällen unbegründet, da Schwärme, da sie ohne Behausung sind, nicht verteidigungsbereit sind und somit friedlich auftreten. Jedoch möchte ich an dieser Stelle warnen: falscher Heldenmut ist fehl am Platz!

Den Bienenschwarm melden!

Zunächst einmal sollten Sie sicher sein, dass es sich tatsächlich um einen Bienenschwarm handelt.

Wespen können und dürfen wir in der Regel nicht umsiedeln oder gar vernichten, sie stehen unter Naturschutz. Wenden Sie sich in diesem Fall an die Feuerwehr oder einen Kammerjäger, die die Situation dann fachgerecht begutachten werden. Wespen sind an ihrem leuchtend gelb / schwarz gestreiften Hinterleib zu erkennen

Bienen dagegen sind grau / schwarz, allenfalls dunkelorange / schwarz gestreift. Hängen sie dann noch in einer Schwarmtraube wie abgebildet, können Sie sicher sein, dass es sich tatsächlich um Bienen handelt.

Wenn der Bienenschwarm sich in einer erreichbaren Höhe niedergelassen hat und ohne Verletzungsgefahr erreicht und geborgen werden kann, sind wir Imker gerne bereit ihn zu fangen und sicher zu bergen.

Sollten Sie einen Bienenschwarm im Kreis Cochem-Zell erblicken, so kommen wir nach Anruf bei Ihnen kostenlos vorbei, um diesen einzufangen!

Die Telefon-Hotline der vier Ortsvereine

Cochem, Lutzerath, Treis-Karden und Zell

finden Sie auf den Seiten der jeweiligen „Ortsvereine“ (Tel.-Nr. der Vorsitzenden)

Cochemer Tafel 2016

Über 1 Million Bienen sammelten 2016 für die Cochemer Tafel

Mit Hilfe des Imkerverband Rheinland e.V. und den Imkerinnen und Imkern des Kreises Cochem-Zell, konnte der Vorsitzende, Franz-Josef Schneider den Helferinnen und Helfern der Tafel in Cochem 113 Gläser Honig überreichen.

Frau Steffes bedankte sich im Namen der Bedürftigen.

Honigprämierung 2015

Honigprämierung 2015 in Kottenheim

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Im Bild oben 10 der 16 Imker, die bei der diesjährigen Honigprämierung des Imkerverband Rheinland e.V. in Mayen-Kottenheim eine Auszeichnung ihrer eingereichten Honige erhielten.

von links. Friedhelm Oster, Binningen(S); Klaus Heinzen, Weiler(S); MartinBauer, Alflen(G); Robert Weiss, Zell(S); Bettina Pellio, Lutzerath(G); Bernd Schnieders, Gillenbeuren(S); Alfred Hausmann, Ellenz(S); Olga Link, Bullay(G); Klaus Horst, Zell-Merl(S); Franz-Josef Schneider, Ulmen(S/S)

Weitere Imker des Kreisimkerverbandes Cochem-Zell deren Honige ausgezeichnet wurden sind:

Bernd Kretz, Bullay(S/S); Boris Kretz, Bullay(S/S); Karl-Heinz Linden, Liesenich(B); Oliver Maringer, Kennfus(S)

Otmar Michels, Demerath(B) und Michael Schneider, Alflen(S).

G=Gold; S=Silber; B= Bronze

Schaubienenstand Grenderich

Schaubienenstand in der Gemarkung Grenderich

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Der Vorsitzende des Kreisimkerverbandes Cochem-Zell, Franz-Josef Schneider aus Ulmen begrüßte die Ehrengäste, Besucher, Naturfreunde und die Imkerinnen/Imker am fertig gestellten Schaubienenstand, der direkt am Mosel-Camino liegt. Er bedankte sich bei der Teilnehmergemeinschaft des Flurbereinigungsverfahren Grenderich, dass der Imkerschaft eine solch wunderschöne Landespflegefläche zur Pflege übereignet wurde. Auf den beiden Grundstücken (ca. 4200qm) ist in den zurückliegenden 4 Jahren vieles schon verwirklicht worden und die Pläne zur Erweiterung der Ausstattung zum Schutze heimischer Naturflächen sind bereits fixiert. Er sprach abschließend den Wunsch aus, dass die Besucher die wichtige Bedeutung der Honigbienen erkennen und dadurch Gedanken zur Erhaltung von Flora und Fauna nachhaltig geprägt werden.
Herr Landrat Schnur als bekennender Honigkonsument begrüßte u. a. das Engagement der Imker im Kreisgebiet.
Herr Rudloff vom Dienstleistungszentrum ländlicher Raum Westerwald-Osteifel mit Sitz in Montabaur betonte, dass es einfach sei eine Landespflegefläche auszuweisen, aber sehr schwierig sei jemanden zu finden, der sich bereit erklärt über einen längeren Zeitraum verpflichtend die Pflege zu übernehmen. Dieses sei hier in besonderem Maße gelungen.
Der Vorsitzende des Imkerverband Rheinland e.V., Herr Schmelz überreichte den Imkern Horst Klaus und Gregor Ahnen aus dem Ortsverein Zell eine Urkunde in dankbarer Würdigung langjährigen treuen und vorbildlichen Wirkens zur Förderung der Bienenzucht und die Plakette in „Gold“ des Imkerverband Rheinland e.V.
Am Nachmittag wurden vom Diakon Herrn Löhrs die Landespflegeflächen und der Schaubienenstand eingesegnet.
Alle Teilnehmer waren begeistert von der Umsetzung des Projektes „Schaubienenstand“ mit den Informationsflächen und den vorhandenen Sitzmöglichkeiten.

 

imker

Imker beim „Bienenfernsehen“

Einsegnung

Einsegnung durch Diakon Herrn Löhrs

Ehrung

VL: F.-J. Schneider, Gregor Ahnen, Horst Klaus und Bernd Kretz

Mittlerweile ist zusätzlich ein „Wildbienenhotel“ zum Schutze der anderen Hautflügler errichtet worden.