Varroabehandlung im Sommer

Nach Abschluß der Tracht,  bzw. nach der letzten Honigernte, müssen wir Imker gerade bei den Wirtschaftsvölkern eine Sommerbehandlung gegen die Varroamilbe durchführen. Das dafür wirksamste Mittel ist die Behandlung mit Ameisensäure, da diese auch in die verdeckelte Brut wirkt.

Damit die Behandlung optimal verläuft und die Möglichkeit einer Reinvasion so gering wie möglich ausfällt, rufen wir zu einer zeitgleichen, gemeinschaftlichen Varroabehandlung auf.

Der Behandlungsbeginn der Bienenvölker sollte so früh als möglich beginnen. Nach Prüfung des Varroabefalls kann eine gezielte Behandlung erfolgen. Der optimale Behandlungsbeginn, lag je nach Höhenlage der aufgestellten Bienenvölker, zwischen dem 25.07. und dem 05.08. Je nachdem wieviel Honig dem Volk belassen wurde, oder nicht, muß dringend vor der Varroabehandlung eine Futtergabe von ca. 5 kg gegeben werden.

Eine zu späte Behandlung erhöht das Risiko von Völkerverlusten. Ab August brütet das Volk die wichtigen Winterbienen, sie sind Grundlage für ein starkes Volk im kommenden Jahr. Kommen diese Bienen durch die Varroamilbe geschädigt zur Welt, wird sich das Volk nicht optimal entwickeln.

Ideale Wetterbedingungen sind für alle Sommerbehandlungsmethoden von großer Wichtigkeit. Die Außentemperaturen sollten nicht unter 15 Grad und nicht über 25 Grad liegen. Die genauen Wetterdaten Eurer Region findet Ihr auch unter: www.bienenkunde.rlp.de und dem Klick auf „Varroawetter“.

Nach der Sommerbehandlung muß das Volk zügig für den Winter aufgefüttert werden. Die Auffütterung sollte Mitte September abgeschlossen sein. Im Anschluß kann, falls notwendig, an warmen Spätsommertagen eine Herbstbehandlung mit Ameisensäure durchgeführt werden.

Anstatt oder als Ergänzung einer Herbstbehandlung erfolgt die Winterbehandlung mit Milchsäure oder Oxalsäure im brutfreien Volk.

 

Es herrscht Schwarmstimmung!

In der Zeit von Anfang Mai bis Mitte Juli setzt bei den Bienen der Schwarmtrieb ein. Dieses Verhalten ist die natürliche Art der Völkervermehrung! Hierbei zieht die alte Königin mit einem Großteil des Volkes aus ihrer Beute aus, um sich an anderer Stelle eine neue Behausung zu suchen. Die neu geschlüpfte (oder noch schlüpfende) Königin verbleibt im Restvolk und baut dieses dann wieder zu einem vollwertigen Bienenvolk auf.

Oftmals werden solche Bienenschwärme beobachtet, wie sie sich an Bäumen oder Sträuchern, teilweise auch an hervorstehenden Objekten sammeln. Zugegebenermaßen ist der Anblick eines anhaftenden Bienenschwarms ziemlich beeindruckend, sitzen da nicht selten ca. 20.000 Tiere auf einer Stelle! Der unkundige Betrachter verspürt schnell ein verständliches Unbehagen bei dieser geballten Anzahl von Tieren. Aber die Sorge ist in den meisten Fällen unbegründet, da Schwärme, da sie ohne Behausung sind, nicht verteidigungsbereit sind und somit friedlich auftreten. Jedoch möchte ich an dieser Stelle warnen: falscher Heldenmut ist fehl am Platz!

Den Bienenschwarm melden!

Zunächst einmal sollten Sie sicher sein, dass es sich tatsächlich um einen Bienenschwarm handelt.

Wespen können und dürfen wir in der Regel nicht umsiedeln oder gar vernichten, sie stehen unter Naturschutz. Wenden Sie sich in diesem Fall an die Feuerwehr oder einen Kammerjäger, die die Situation dann fachgerecht begutachten werden. Wespen sind an ihrem leuchtend gelb / schwarz gestreiften Hinterleib zu erkennen

Bienen dagegen sind grau / schwarz, allenfalls dunkelorange / schwarz gestreift. Hängen sie dann noch in einer Schwarmtraube wie abgebildet, können Sie sicher sein, dass es sich tatsächlich um Bienen handelt.

Wenn der Bienenschwarm sich in einer erreichbaren Höhe niedergelassen hat und ohne Verletzungsgefahr erreicht und geborgen werden kann, sind wir Imker gerne bereit ihn zu fangen und sicher zu bergen.

Sollten Sie einen Bienenschwarm im Kreis Cochem-Zell erblicken, so kommen wir nach Anruf bei Ihnen kostenlos vorbei, um diesen einzufangen!

Die Telefon-Hotline der vier Ortsvereine

Cochem, Lutzerath, Treis-Karden und Zell

finden Sie auf den Seiten der jeweiligen „Ortsvereine“ (Tel.-Nr. der Vorsitzenden)

Auswinterung

Die ersten warmen Frühlingstage sind in Sicht. Die Bienen starten zum ersten Reinigungsflug und tragen auch bereits den ersten Pollen ein. Die Mäusegitter können jetzt entfernt werden, damit die Bienen mit ihren dicken Pollenhöschen ungehindert in den Stock gelangen.

Den Bienen ist es eine gute Hilfe, wenn man ihnen jetzt den Totenfall ausräumt. Die komplette Zarge wird auf einen sauberen Boden umgesetzt. Der freiwerdende Boden wird gesäubert, ausgeflämmt und unter die nächste Beute gesetzt.

Im gleichen Arbeitsgang überprüft man, ob die Völker noch über einen ausreichenden Futtervorrat verfügen. Je nach Witterung verbraucht ein Volk im März und April noch ca. 1- 1,5 kg Futter die Woche.

Nach Möglichkeit sollten die Völker, besonders das Brutnest bei kalten Temperaturen nicht unnötig gestört werden. Am Flugloch lässt sich viel ablesen. Tragen die Bienen Pollen ein und herrscht guter Flugbetrieb geht es dem Bien gut.

Völkerentwicklung

Eine deutliche Wetteränderung in Richtung Frühling ist noch nicht zu erwarten. Da die Wetterkapriolen bleiben, müssen wir, besonders in den Bergregionen, die Futterreserven in den Völkern beobachten. Regelmäßige Gewichtskontrollen bewahren die Völker vor dem Hungertod. Vielleicht ist ein Blick auf die verschiedenen Stockwaagen unter „Imkerei“ hilfreich.

 

Cochemer Tafel 2015

Über 1 Million Bienen sammelten 2015 für die Cochemer Tafel

Der Kreisimkerverband veranstaltete eine Honigsammelaktion zu Gunsten der Bedürftigen der Tafel in Cochem.

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Mit großer Hilfe des Imkerverband Rheinland e.V. und den Imkerinnen und Imkern des Kreises Cochem-Zell, überreichte der Vorsitzende, Franz-Josef Schneider den Helferinnen und Helfern der Tafel in Cochem 234 Gläser Honig.

Honigprämierung 2015

Honigprämierung 2015 in Kottenheim

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Im Bild oben 10 der 16 Imker, die bei der diesjährigen Honigprämierung des Imkerverband Rheinland e.V. in Mayen-Kottenheim eine Auszeichnung ihrer eingereichten Honige erhielten.

von links. Friedhelm Oster, Binningen(S); Klaus Heinzen, Weiler(S); MartinBauer, Alflen(G); Robert Weiss, Zell(S); Bettina Pellio, Lutzerath(G); Bernd Schnieders, Gillenbeuren(S); Alfred Hausmann, Ellenz(S); Olga Link, Bullay(G); Klaus Horst, Zell-Merl(S); Franz-Josef Schneider, Ulmen(S/S)

Weitere Imker des Kreisimkerverbandes Cochem-Zell deren Honige ausgezeichnet wurden sind:

Bernd Kretz, Bullay(S/S); Boris Kretz, Bullay(S/S); Karl-Heinz Linden, Liesenich(B); Oliver Maringer, Kennfus(S)

Otmar Michels, Demerath(B) und Michael Schneider, Alflen(S).

G=Gold; S=Silber; B= Bronze

Schaubienenstand Grenderich

Schaubienenstand in der Gemarkung Grenderich

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Der Vorsitzende des Kreisimkerverbandes Cochem-Zell, Franz-Josef Schneider aus Ulmen begrüßte die Ehrengäste, Besucher, Naturfreunde und die Imkerinnen/Imker am fertig gestellten Schaubienenstand, der direkt am Mosel-Camino liegt. Er bedankte sich bei der Teilnehmergemeinschaft des Flurbereinigungsverfahren Grenderich, dass der Imkerschaft eine solch wunderschöne Landespflegefläche zur Pflege übereignet wurde. Auf den beiden Grundstücken (ca. 4200qm) ist in den zurückliegenden 4 Jahren vieles schon verwirklicht worden und die Pläne zur Erweiterung der Ausstattung zum Schutze heimischer Naturflächen sind bereits fixiert. Er sprach abschließend den Wunsch aus, dass die Besucher die wichtige Bedeutung der Honigbienen erkennen und dadurch Gedanken zur Erhaltung von Flora und Fauna nachhaltig geprägt werden.
Herr Landrat Schnur als bekennender Honigkonsument begrüßte u. a. das Engagement der Imker im Kreisgebiet.
Herr Rudloff vom Dienstleistungszentrum ländlicher Raum Westerwald-Osteifel mit Sitz in Montabaur betonte, dass es einfach sei eine Landespflegefläche auszuweisen, aber sehr schwierig sei jemanden zu finden, der sich bereit erklärt über einen längeren Zeitraum verpflichtend die Pflege zu übernehmen. Dieses sei hier in besonderem Maße gelungen.
Der Vorsitzende des Imkerverband Rheinland e.V., Herr Schmelz überreichte den Imkern Horst Klaus und Gregor Ahnen aus dem Ortsverein Zell eine Urkunde in dankbarer Würdigung langjährigen treuen und vorbildlichen Wirkens zur Förderung der Bienenzucht und die Plakette in „Gold“ des Imkerverband Rheinland e.V.
Am Nachmittag wurden vom Diakon Herrn Löhrs die Landespflegeflächen und der Schaubienenstand eingesegnet.
Alle Teilnehmer waren begeistert von der Umsetzung des Projektes „Schaubienenstand“ mit den Informationsflächen und den vorhandenen Sitzmöglichkeiten.

 

imker

Imker beim „Bienenfernsehen“

Einsegnung

Einsegnung durch Diakon Herrn Löhrs

Ehrung

VL: F.-J. Schneider, Gregor Ahnen, Horst Klaus und Bernd Kretz

Mittlerweile ist zusätzlich ein „Wildbienenhotel“ zum Schutze der anderen Hautflügler errichtet worden.