Kontrolle am Bienenstand

Nach dem Wintersturm in der letzten Woche, ist es ratsam am Bienenstand vorbeizuschauen. Sind vielleicht durch Baum- oder Astbruch die Beuten beschädigt, müssen diese schnellstmöglich repariert werden. Wurde nur der Deckel weggeblasen, wird dieser wieder sturmsicher mit einem Stein beschwert aufgesetzt.

Werf einen Blick auf das Mäusegitter. Sitzt dieses noch fest? Hat ein Dachs oder ein anderes Tier das Gitter aufgebogen? Ein Blick durch das Mäusegitter verrät uns, ob Totenfall den Ausgang für die Bienen versperrt. Die toten Bienen werden beseitigt. Durch den vielen Schnee der vergangenen Tage, ist besonders bei Beuten mit geschlossenen Boden, das Flugloch freizuräumen, damit die Bienen nicht ersticken.

Der Futtervorrat sollte kontrolliert werden, ohne das die Bienen in der Winterruhe gestört werden. Es sollte nur an den stark gefährdeten Völkern eine genauere Kontrolle durchgeführt werden. Man hebt die Beute von hinten leicht an und schätzt so den Futtervorrat. Eine Federwaage hilft den etwas Unerfahrenen. Ist die Beute „schwer“ oder „leicht“, wird bei letzterem eventuell das Futter knapp. Diese Einschätzung alleine reicht aber noch nicht um zu beurteilen, ob die Bienen in nächster Zeit nicht verhungern. Zum Beispiel bevorratet ein schwaches Volk genügend Futter, aber der Kontakt zur Nahrung ist abgerissen. Eine längere Kälteperiode, wie sie im Moment herrscht, verhindert dass die Bienen über leer gefressene Waben zu den noch vorhandenen Futterwaben wechseln.

Sind die leichtesten Beuten ausgemacht, können diese bei leichtem Frost genauer untersucht werden. Man öffnet das Volk vorsichtig von oben und prüft den Bienensitz. Mit einer Taschenlampe lässt sich gut in die Wabengasse leuchten. Hat die Bienentraube eine ausreichende Futterkapppe und befinden sich seitlich daneben Futterwaben, ist alles in Ordnung. Sitzt das Volk jedoch am Beutenrand auf leeren Waben und ist von den Futterwaben weit entfernt,  kann die Bienentraube vorsichtig in die Mitte der Beute verschoben werden. Die noch vorhandenen Futterwaben werden so dicht wie möglich an die Bienentraube gesetzt, die leeren Waben kommen nach außen.

Fehlen gänzlich Vorräte, sollten Futterwaben aus dem Lager, notfalls von gut bevorrateten Völkern, umgehangen werden.

Diese Maßnahmen sollten nur im absoluten Notfall durchgeführt werden, um wirklich gefährdete Völker vor dem Hungertod zu retten. Ist kein dringender Handlungsbedarf gegeben, sollte das Volk als „kritisch“ in der Stockkarte notiert werden. Bei milderen Temperaturen lassen sich die Bienen besser umsetzen und mit Futter versorgen.

Ein gutes Gelingen.

 

_DSC3795KEs gibt auch andere unerwünschte Besucher. Der Specht klopfte an. Heute habe ich die Beuten mit einem Vogelnetz gesichert.

Cochemer Tafel 2016

Über 1 Million Bienen sammelten 2016 für die Cochemer Tafel

Mit Hilfe des Imkerverband Rheinland e.V. und den Imkerinnen und Imkern des Kreises Cochem-Zell, konnte der Vorsitzende, Franz-Josef Schneider den Helferinnen und Helfern der Tafel in Cochem 113 Gläser Honig überreichen.

Frau Steffes bedankte sich im Namen der Bedürftigen.

Honigprämierung 2015

Honigprämierung 2015 in Kottenheim

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Im Bild oben 10 der 16 Imker, die bei der diesjährigen Honigprämierung des Imkerverband Rheinland e.V. in Mayen-Kottenheim eine Auszeichnung ihrer eingereichten Honige erhielten.

von links. Friedhelm Oster, Binningen(S); Klaus Heinzen, Weiler(S); MartinBauer, Alflen(G); Robert Weiss, Zell(S); Bettina Pellio, Lutzerath(G); Bernd Schnieders, Gillenbeuren(S); Alfred Hausmann, Ellenz(S); Olga Link, Bullay(G); Klaus Horst, Zell-Merl(S); Franz-Josef Schneider, Ulmen(S/S)

Weitere Imker des Kreisimkerverbandes Cochem-Zell deren Honige ausgezeichnet wurden sind:

Bernd Kretz, Bullay(S/S); Boris Kretz, Bullay(S/S); Karl-Heinz Linden, Liesenich(B); Oliver Maringer, Kennfus(S)

Otmar Michels, Demerath(B) und Michael Schneider, Alflen(S).

G=Gold; S=Silber; B= Bronze

Schaubienenstand Grenderich

Schaubienenstand in der Gemarkung Grenderich

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Der Vorsitzende des Kreisimkerverbandes Cochem-Zell, Franz-Josef Schneider aus Ulmen begrüßte die Ehrengäste, Besucher, Naturfreunde und die Imkerinnen/Imker am fertig gestellten Schaubienenstand, der direkt am Mosel-Camino liegt. Er bedankte sich bei der Teilnehmergemeinschaft des Flurbereinigungsverfahren Grenderich, dass der Imkerschaft eine solch wunderschöne Landespflegefläche zur Pflege übereignet wurde. Auf den beiden Grundstücken (ca. 4200qm) ist in den zurückliegenden 4 Jahren vieles schon verwirklicht worden und die Pläne zur Erweiterung der Ausstattung zum Schutze heimischer Naturflächen sind bereits fixiert. Er sprach abschließend den Wunsch aus, dass die Besucher die wichtige Bedeutung der Honigbienen erkennen und dadurch Gedanken zur Erhaltung von Flora und Fauna nachhaltig geprägt werden.
Herr Landrat Schnur als bekennender Honigkonsument begrüßte u. a. das Engagement der Imker im Kreisgebiet.
Herr Rudloff vom Dienstleistungszentrum ländlicher Raum Westerwald-Osteifel mit Sitz in Montabaur betonte, dass es einfach sei eine Landespflegefläche auszuweisen, aber sehr schwierig sei jemanden zu finden, der sich bereit erklärt über einen längeren Zeitraum verpflichtend die Pflege zu übernehmen. Dieses sei hier in besonderem Maße gelungen.
Der Vorsitzende des Imkerverband Rheinland e.V., Herr Schmelz überreichte den Imkern Horst Klaus und Gregor Ahnen aus dem Ortsverein Zell eine Urkunde in dankbarer Würdigung langjährigen treuen und vorbildlichen Wirkens zur Förderung der Bienenzucht und die Plakette in „Gold“ des Imkerverband Rheinland e.V.
Am Nachmittag wurden vom Diakon Herrn Löhrs die Landespflegeflächen und der Schaubienenstand eingesegnet.
Alle Teilnehmer waren begeistert von der Umsetzung des Projektes „Schaubienenstand“ mit den Informationsflächen und den vorhandenen Sitzmöglichkeiten.

 

imker

Imker beim „Bienenfernsehen“

Einsegnung

Einsegnung durch Diakon Herrn Löhrs

Ehrung

VL: F.-J. Schneider, Gregor Ahnen, Horst Klaus und Bernd Kretz

Mittlerweile ist zusätzlich ein „Wildbienenhotel“ zum Schutze der anderen Hautflügler errichtet worden.