Es herrscht Schwarmstimmung!

In der Zeit von Anfang Mai bis Mitte Juli setzt bei den Bienen der Schwarmtrieb ein. Dieses Verhalten ist die natürliche Art der Völkervermehrung! Hierbei zieht die alte Königin mit einem Großteil des Volkes aus ihrer Beute aus, um sich an anderer Stelle eine neue Behausung zu suchen. Die neu geschlüpfte (oder noch schlüpfende) Königin verbleibt im Restvolk und baut dieses dann wieder zu einem vollwertigen Bienenvolk auf.

Oftmals werden solche Bienenschwärme beobachtet, wie sie sich an Bäumen oder Sträuchern, teilweise auch an hervorstehenden Objekten sammeln. Zugegebenermaßen ist der Anblick eines anhaftenden Bienenschwarms ziemlich beeindruckend, sitzen da nicht selten ca. 20.000 Tiere auf einer Stelle! Der unkundige Betrachter verspürt schnell ein verständliches Unbehagen bei dieser geballten Anzahl von Tieren. Aber die Sorge ist in den meisten Fällen unbegründet, da Schwärme, da sie ohne Behausung sind, nicht verteidigungsbereit sind und somit friedlich auftreten. Jedoch möchte ich an dieser Stelle warnen: falscher Heldenmut ist fehl am Platz!

Den Bienenschwarm melden!

Zunächst einmal sollten Sie sicher sein, dass es sich tatsächlich um einen Bienenschwarm handelt.

Wespen können und dürfen wir in der Regel nicht umsiedeln oder gar vernichten, sie stehen unter Naturschutz. Wenden Sie sich in diesem Fall an die Feuerwehr oder einen Kammerjäger, die die Situation dann fachgerecht begutachten werden. Wespen sind an ihrem leuchtend gelb / schwarz gestreiften Hinterleib zu erkennen

Bienen dagegen sind grau / schwarz, allenfalls dunkelorange / schwarz gestreift. Hängen sie dann noch in einer Schwarmtraube wie abgebildet, können Sie sicher sein, dass es sich tatsächlich um Bienen handelt.

Wenn der Bienenschwarm sich in einer erreichbaren Höhe niedergelassen hat und ohne Verletzungsgefahr erreicht und geborgen werden kann, sind wir Imker gerne bereit ihn zu fangen und sicher zu bergen.

Sollten Sie einen Bienenschwarm im Kreis Cochem-Zell erblicken, so kommen wir nach Anruf bei Ihnen kostenlos vorbei, um diesen einzufangen!

Die Telefon-Hotline der vier Ortsvereine

Cochem, Lutzerath, Treis-Karden und Zell

finden Sie auf den Seiten der jeweiligen „Ortsvereine“ (Tel.-Nr. der Vorsitzenden)

Trauernachricht

Nachruf

Der Ehrenvorsitzende des Kreisimkerverband Cochem-Zell Josef Bonenberger, verstarb am 23.01.2018 im Alter von 93 Jahren.

Die Imkerei war seine lebenslange Leidenschaft. Neben der Wiederbegründung des Bienenzuchtverein Cochem und Umgebung im Jahre 1948 und der Betreuung des Vereins über viele Jahre als 1. Vorsitzender, war Josef Bonenberger langjähriger Vorsitzender des Kreisimkerverband Cochem-Zell. Im Jahre 1995 gab er dieses Amt ab und war seitdem Ehrenvorsitzender des Kreisverbandes. Seine engagierte ehrenamtliche Tätigkeit im Vorstand des Imkerverband Rheinland e.V. behielt er noch zwei weitere Jahre. Über viele Jahre bildete er in zahlreichen Fortbildungskursen den Imkernachwuchs in unserem Kreisgebiet aus und referierte zu vielen Themen der Imkerei bei regionalen und überregionalen Veranstaltungen.

Diese vielen ehrenamtlichen Tätigkeiten wurden durch zahlreiche Auszeichnungen honoriert. So erhielt er u. a. den Zeidler, die Dr. Dzierzon Medaille, die Plakette des Imkerverband Rheinland e.V. in „Gold“ und die Verdienstmedaille des Deutschen Imkerbund e.V. in „Bronze“.

Wir werden Josef vermissen und ihm ein ehrendes Andenken bewahren

 

Franz-Josef Schneider

Vorsitzender KIV Cochem-Zell

 

Cochemer Tafel 2017

Auch in 2017 sammelten viele Bienen für die Cochemer Tafel

Mit Unterstützung des Imkerverband Rheinland e.V. und den Imkerinnen und Imkern des Kreises Cochem-Zell, konnte der Vorsitzende, Franz-Josef Schneider im November den Helferinnen und Helfern der Tafel in Cochem 150 Gläser Honig überreichen.

Frau Steffes bedankte sich im Namen der Bedürftigen.

Honigprämierung 2017

Honigprämierung 2017

Die Imkerinnen und Imker des Kreisimkerverbades Cochem-Zell freuen sich über die erfolgreiche Teilnahme an der Honigprämierung 2017. Besonders in den Imkervereinen Zell und Lutzerather Höhe war die Bereitschaft zur Teilnahme groß. Die Ergebnisse sind unter:

http://imkerverbandrheinland.de/cms/wp-content/uploads/2017/10/2017-10-16-HoPr%C3%A4-Ergebnisse-IVR-Verbandsgebiet-RLP.pdf

einsehbar. Herzlichen Glückwunsch den Teilnehmern für ihre Auslobungen.

 

Der Kreisimkerverband informiert

Amerikanische Faulbrut bei Bienen im Landkreis Cochem-Zell erloschen

Nach erfolgter Sanierung und abschließender negativer Futterkranzprobe ist nun, auch von amtlicher Seite, der Faulbrutsperrbezirk aufgehoben und der Ausbruch erloschen.

Spätsommerpflege und Einwinterung

Die letzten Spättrachten sind nun vorüber. Die Varroabehandlung im Sommer ist bereits abgeschlossen und die Völker sind aufgefüttert.

Nun heißt es die Bienenvölker nochmals auf Vorroabefall und die Futtermenge zu kontrollieren. Im Laufe des Spätsommers können durch Verflug von Bienen, hervorgerufen durch Räuberei, Varroen ins Volk gelangt sein. Auch kann die Futtermenge, ebenfalls durch Räuberei, stark dezimiert sein.

Am besten erfolgt die Überprüfung der Varroen anhand der Gemülldiagnose und zählen des natürlichen Totenfalls. Fallen mehr als fünf Milben je Tag, sollte an schönen Spätsommertagen nochmals eine Ameisensäurebehandlung erfolgen. Die Außentemperaturen sollten nicht unter 15 Grad und nicht über 25 Grad liegen. Die genauen Wetterdaten Eurer Region findet Ihr unter: www.bienenkunde.rlp.de und dem Klick auf „Varroawetter“.

Die Futtermenge sollte in einzargigen Völkern min. 14-15 kg und in zweizargig überwinterten Völkern min. 18-20 kg betragen.