Imkern mit stachelfreien Bienen in Tansania

Letzte Woche habe ich mir einen Online- Vortrag, von Dr. Kathrin Krausa & Warren Steyn/ @BEEtopia , angesehen. Meine Begeisterung ist so groß, dass ich euch einen kleinen Eindruck über das Projekte in Tansania und die stachelfreien Bienen geben möchte!

Stachelfreie Bienen kommen vorwiegend in den Subtropen und Tropen vor. Mittlerweile sind bis zu 600 verschiedene Arten weltweit bekannt. Manche sind nur so groß, wie Ameisen und unterscheiden sich deutlich von dem bekannten Aussehen unserer Honigbienen.

Sie beißen, oder sondern ätzende Sekrete ab um sich zu verteidigen, stechen werden sie aber nicht. Dadurch werden sie zu angenehmen Nachbarn und werden gerne direkt am Haus gehalten. Sie stören nicht bei der Viehzucht und auch den Familien werden sie nicht lästig. Der säuerliche, fermentierte Honig wird als Medizin genutzt . Er lindert Atemwegsinfektionen, heilt Wunden und ergänzt die Hausapotheke der ländlichen Bevölkerung.

Das Projekt BEEtopia verbindet nachhaltiges Imkern,bienefreundliches Farming mit aktuellster Wissenschaft. Einheimischen Bauern wird gelehrt, wie man ohne schwerwiedende Eingriffe in das Ökosystem , Bienenvölker einfacher bewirtschaften kann. Imkerei für Frauen wird gefördert, da es eine Ertragsquelle neben der Care – Arbeit und Viehhaltung darstellen kann. Schulen werden eingebunden und man kann auch durch Api- Tourismus viel über die Projekte in Arusha und am Fuße des Mount Meru erfahren.

Der Honig der stachelfreien Bienen ist durch den hohen Wassergehalt von 25-30 % sehr dünnflüssig . Milchsäure und Hefebakterien zersetzen den vorhanden Zucker und machen diesen ( auch für Diabetiker) bekömmlich.